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Informationen KURZ & BÜNDIG - Nr. 28 / September 2011

In eigener Sache


Mit Schreiben vom 28.07.2011 bewilligte die AiF als Koordinierungsstelle für das BMWi ein Forschungsprojekt, welches koordinierte Heizungs- und Lüftungsstrategien für Kirchen entwickeln soll.

Das Projekt läuft vom 01.05.2011 bis 30.04.2013. Es wird gemeinsam vom ZAFT e. V. (Zentrum für angewandte Forschung und Technologie an der HTW Dresden) und dem Ingenieurbüro Niehsen-Baumann aus Chemnitz realisiert.

Eines der ausgewählten Referenzprojekte ist der Berliner Dom. Hier sollen die bisher unabhängig voneinander arbeitenden Anlagen der Heizungstechnik mit Lüftungs- und Befeuchtungsanlagen kombiniert und optimiert werden.

Neben dem Berliner Dom sind weitere Kirchen ausgewählt, die in ihrer Bauart repräsentativ für das Projekt sind.

 

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins der Stiftung KiBa 2011 ...


... ist Geschichte. Sie fand im Juni in Leipzig statt. Begleitet wurde die MV von einem reichhaltigen und interessanten Rahmenprogramm. So führte am Freitag Abend Hieronymus Lotter im Ratskeller durch die Leipziger Stadtgeschichte. Vorher gab es Besichtigungstouren zu drei geförderten Kirchen im Umland von Leipzig. Besonders eindrucksvoll war der Ausflug zur Kunigundenkirche nach Borna. Nicht nur, dass diese Kirche als romanische Kirche eine Besonderheit darstellt, war eindrucksvoll, sondern ebenso die Besichtigung der Stadtkirche St. Marien und der daneben stehenden Emmauskirche. Letzter ist zwar schon sehr alt, steht aber erst seit 2007 dort. Es ist die Kirche, die vorher in Heuersdorf stand, einem Ort, der dem Bergbau weichen musste. Hervorzuheben ist der Film des Transportes von Heuersdorf nach Borna, der von teils satirischen Kommentaren des Kirchenführers begleitet wurde.

Zur MV am Samstag kamen rund 120 Mitglieder aus der gesamten Bundesrepublik. Nach der Begrüßung der Mitglieder durch den Vorstand gab es zwei Einführungsvorträge, die vom Stiftungsvorsitzenden Dr. Dr. h.c. Eckhart von Vietinghoff sowie Altbischof Axel Noack gehalten wurden. Das weitere Programm war sehr umfangreich. Neben den formalen Themen, wie Rechenschaftsbericht und Haushaltsplan, gab es verschiedene Anträge, u. a. zu Satzungsänderungen. Erstmals wurden auch Mitglieder geehrt, die mehr als 10 Jahre im Verein sind. Besonders aktiv haben sich auch neue Mitglieder eingebracht. Durch die MV führte in bewährter Weise der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Manfred F. Fischer aus Bamberg. Nun freuen sich alle auf 2012, wenn die MV Anfang Juni in Erfurt stattfindet.

 

KfW fördert wieder Einzelmaßnahmen


Neuerdings fördert die KfW wieder Heizungsmodernisierungen mit fünf Prozent der Investitionskosten bis zu einer Obergrenze von 2.500 Euro. Förderfähig sind auch Schornsteinanpassung und hydraulischer Abgleich. Wie üblich muss der Förderantrag vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Weitere Förder-Voraussetzung ist die Bestätigung eines Fachhandwerkers zur Einhaltung technischer Randbedingungen. Außerdem muss ein Sachverständiger die Angemessenheit der Maßnahmen unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die thermische Bauphysik und energetische Haustechnik am gesamten Gebäude bestätigen.

Förderrichtlinien siehe www.kfw.de

Quelle: raffiniert - IWO-Fachmagazin für den Wärmemarkt 1/2011

 

MAP-Zuschuss für Brennwertanlagen und Solar


Nach 2 1/2 monatiger Unterbrechung wurde im Rahmen des MAP der Kesseltauschbonus wieder aufgelegt. Wer in Verbindung mit einer Solarthermieanlage einen alten Heizkessel gegen einen modernen Brennwertkessel tauscht, erhält bis 31.12.2011 600 Euro, ab 01.01.2012 immerhin noch 500 Euro. Die Solarförderung selbst wurde vorübergehend auf 120 Euro pro m² Kollektorfläche erhöht. Ab 2012 gelten wieder 90 Euro/m². Hinzu kommen 50 Euro für eine effiziente Solarpumpe. Zusätzlich sind die steuerlichen Vorteile (20 % der Lohn- und Fahrtkosten bis 1.200 Euro p. a.) ansetzbar, was beim KfW-Programm nicht gilt.

Weitere Infos: www.iwo.de

Quelle: raffiniert - IWO-Fachmagazin für den Wärmemarkt 1/2011

 

Internationale Totentanztagung in Berlin


Vom 15. bis 18. September 2011 fand in Berlin die 17. Jahrestagung der Europäischen Totentanz-Vereinigung statt. Veranstalter waren die Humboldt-Universität zu Berlin, das Berliner Landesdenkmalamt, die Ev. Gemeinde St. Petri - St. Marien und die Stiftung kirchliches Kulturerbe in Berlin-Brandenburg. Eine Vielzahl an Vorträgen kann demnächst in "L'art macabre", dem Jahrbuch der Europäischen Totentanz-Vereinigung, nachgelesen werden.

Ein Highlight waren die Führungen und Erläuterungen am Totentanz der Marienkirche am Alexanderplatz durch Dr. Maria Deiters und Dr. Jan Raue, Berlin. Ergänzt wurde dies durch Dr. Peter Friese, Berlin, der bereits seit 25 Jahren naturwissenschaftliche Maßnahmen zur Konservierung des Totentanzes vornimmt. Es geht dabei vor allem um Maßnahmen zur Salzreduzierung. In der Marienkapelle stellten Dr. Jens Birnbaum und Achim Munzinger vom Architekturbüro Dr. Krekeler & Partner, Brandenburg an der Havel die baulichen Lösungsansätze für den zukünftigen Umgang des Totentanzes vor. Darin enthalten war die Erläuterung der bisherigen raumklimatischen Untersuchungen, die seit 2003 kontinuierlich zunächst bis 2007 durch die FH Lausitz und seitdem einschließlich detaillierter Auswertungen durch das Ing.-Büro Niehsen-Baumann aus Chemnitz durchgeführt wurden.

Neben der Erfassung der Raumtemperatur und der relativen Luftfeuchte wurden auch Oberflächentemperaturen registriert. Im Vergleich zu den Sollvorgaben der Restauratoren, der Kirchengemeinde, der bauchemischen Analyse und nicht zuletzt der bauphysikalischen Randbedingungen ergibt sich ein erhebliches Optimierungspotenzial. Auswertungen wurden tabellarisch, mittels Verlaufsdiagrammen und mit Häufigkeitsdiagrammen vorgenommen. Es wird in der nächsten Zeit zu beraten sein, welche baulichen Maßnahmen in Zukunft umgesetzt werden sollen, um den Totentanz einerseits für die Öffentlichkeit mehr erlebbar zu machen und ihn außerdem besser in liturgische Handlungen einzubeziehen. Andererseits gilt es, ihn ausreichend vor ungünstigen raumklimatischen Bedingungen zu schützen.

Weitere Infos: www.marienkirche-berlin.de

 

Letzte Hinweise


Vorstehende Informationen dienen der Information zu Themen, die uns bei unserer Arbeit begegnen und die von gewissem Interesse sind. Unsere Infos sollen weder etwas empfehlen, bevorzugen oder anderweitig bevorteilen noch irgendjemanden benachteiligen. Sie sollen Denkanstöße geben und die weitere Kommunikation fördern. Sie ersetzen weder eine individuelle Beratung noch lässt sich aus den Information eine Haftung jeglicher Art ableiten. Bitte setzen Sie sich bei Interesse direkt mit uns in Verbindung.

Informationsschluss: 30.09.2011