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Informationen KURZ & BÜNDIG - Nr. 12 / Januar 2004

In eigener Sache


Ende letzten Jahres fand in Berlin ein interessanter Vortrag zum Thema "Kosteneinsparung bei der Beheizung von Kirchen" statt. Referent war Prof. Dr. Gerhard W. Israel, Universitätsprofessor a. D. der TU Berlin. Er ist ein engagiertes Gemeindemitglied der Paulus-Kirchengemeinde in Berlin-Zehlendorf. Prof. Dr. Gerhard W. Israel hat sich im Rahmen seines Engagements um die Verbesserung der Heizungsregelung der Kirchenheizung gekümmert. Als Nebeneffekt sollten außerdem die Heizkosten gesenkt werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Heizkosten konnten gegenüber den Vorjahren halbiert werden. Absolut entspricht dies ca. 5.000 Euro pro Jahr - bei den gegenwärtigen Heizölpreisen! Sicher werden Sie sich jetzt fragen, weshalb wir diese Thematik unter der o. g. Überschrift erwähnen. Die Lösung liegt auf der Hand: Wir haben Prof. Dr. Gerhard W. Israel bei seinen Überlegungen und bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen begleitet. Aufgrund der von uns vorgenommenen Berechnungen prognostizierten wir je nach Betriebsweise der Anlage Einsparungen von rund 22 Prozent. Bereits nach dem ersten Winter konnten diese Prognosen mehr als übertroffen werden! Möglich wurden die Einsparungen durch eine genaue Analyse der vorhandenen Anlagentechnik und durch eine Ergänzung und teilweisen Modernisierung der Regeltechnik. Bereits nach rund drei Jahren amortisieren sich die Maßnahmen. Hinzuweisen ist, dass im Rahmen des o. g. Vortrags eine Berechnungsmethode vorgestellt wurde, die auf den Erfahrungen der Pauluskirche beruht. Es wird jedoch davor gewarnt, dieses Verfahren ohne weitere Prüfung auf andere Kirchen zu übertragen, da die Randbedingungen in der Regel zu unterschiedlich sind.

 

Thema: Frostschutz bei Wasserheizungsanlagen


Vor allem im Zusammenhang mit Kirchenheizungen stellt sich nicht selten die Frage nach der Frostsicherheit. Einerseits besteht - wie bei jeder anderen Anlage - die Gefahr des technisch bedingten Ausfalls, andererseits spricht manchmal die Nutzungsfrequenz der Kirche dafür, die Anlage zeitlich bedingt völlig außer Kraft zu setzen. Dagegen ist im Normalfall nichts einzuwenden, auch wenn es nicht empfehlenswert ist. Grund hierfür sind vor allem Anfahrprobleme bei Wiederinbetriebnahme. Aber auch sonst ist der Frostschutzproblematik inzwischen eine höhere Bedeutung beizumessen, als dies in der Vergangenheit notwendig war. Dies liegt vor allem an der sich weiterentwickelten Wärmeerzeugertechnik, die zum Teil so empfindlich ist, dass das Befüllen von Anlagen mit Frostschutzmittel zum Teil nur mit Gewährleistungseinschränkungen - also praktisch gar nicht - möglich ist. Es gibt sogar inzwischen Hersteller, die für das Heizungswasser Trinkwasserqualität (!) fordern. Aufgrund dieser Umstände muss bereits bei Planung und Errichtung der Anlagen die Frage des Frostschutzes für die Zukunft endgültig geklärt werden. Aber auch die Betreiber sind gefordert, müssen sie doch vor einem etwaigen Befüllen prüfen, ob dies überhaupt möglich ist.

 

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Für Sie gelesen


Unter der Überschrift "Die Kirchenheizung - Bauten- und Gesundheitsschutz durch richtiges Heizen" stand in der Zeitschrift "Die Auslese", Ausgabe Nr. III/2003 ein Artikel zu dieser Thematik. Inwiefern die dort getroffenen Aussagen verallgemeinert werden können, sei jedem Leser selbst überlassen. Dass aber "für ca. 90% der Kirchen mit "normalen" Nutzungsbedingungen die Verwendung einer Elektrostrahlungsheizung die effektivste Lösung" ist, sollte zumindest bezweifelt werden. Auch an dieser Stelle wird davor gewarnt, derartige Vorschläge ohne weitere Prüfung auf andere Kirchen zu übertragen, da jede Kirche individuell betrachtet werden muss.

"Edelstahl ist nicht gleich Edelstahl. Die Geschichte des Edelstahls beginnt mit der Patenterteilung ... im Jahre 1912. Insbesondere seit 1950 hat sich daraus eine Werkstoffgruppe von über 120 Edelstahlsorten entwickelt. Alle Stahlsorten enthalten mindestens 10,5 Prozent Chrom und sind wesentlich korrosionsbeständiger als unlegierte Stähle. Verantwortlich dafür ist eine Passivschicht, die eine Barriere zwischen der Legierung und den sie umgebenden Medien aufbaut. Die Passivschicht ist undurchlässig und unlöslich und stellt sich selbst bei Beschädigung unter Sauerstoffeinfluss selbstständig wieder her. ..."(Quelle: Auszug einer Fachbroschüre der Fa. Rotter zum Material RODAN)

 

Tipps und Hinweise


Gehören Sie auch zu den Verbrauchern, die einen Flüssiggastank geliehen haben? Wenn ja, wird Sie die Entscheidung des Bundesgerichtshofes interssieren. Der BGH hat in einem kürzlich veröffentlichten Grundsatzurteil (Az. II ZR 367/02 vom 15.09.2003) entschieden, dass in diese Tanks nur Flüssiggas des jeweiligen Lieferanten eingefüllt werden darf.

 

Wussten Sie schon, dass ...


 

Letzte Hinweise


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Informationsschluss: 31.01.2004