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Informationen KURZ & BÜNDIG - Nr. 10 / Mai 2003

In eigener Sache


Erfahrungsaustausch ist wichtig. Insbesondere, wenn es sich um Themen handelt, die nur indirekt miteinander zusammenhängen, wie beispielsweise die Themen "Orgel" und "Heizung" in Kirchen. Immer wieder stellen wir fest, dass der Erfahrungsaustausch zwischen den Orgelfachleuten und den Heizungsfachleuten nicht so ausgeprägt ist, wie es sein soll (und zum Wohle der Orgeln sein müsste). Die Auswirkungen, die schlechte Heizungsanlagen oder falsche Heizweisen hervorrufen, sind hinlänglich bekannt. Aus diesem Grund sind Veranstaltungen, wie sie im März in Hamburg stattfanden (siehe nachfolgender Artikel), sehr zu begrüßen. Wünschenswert wäre, wenn es sehr bald zu einer Veranstaltung käme, die die raumklimatischen Verhältnisse in Kirchen thematisiert.

 

Thema: Der Architekt und der Orgelbauer


Zu diesem Thema fand Ende März in Hamburg eine von der Gesellschaft der Orgelfreunde e. V. initiierte mehrtägige Veranstaltung statt. Über 50 Tagungsteilnehmer aus Deutschland und der Schweiz konnten interessante Vorträge zur Zusammenarbeit von Architekten und Orgelbauern verfolgen. Dabei ging es nicht nur um historische Orgeln, sondern auch um moderne. Weitere Themen waren akustische Maßnahmen im Zusammenhang mit Orgeln sowie Überlegungen und Erfahrungen bezüglich klimatischer Verhältnisse in Räumen mit Orgeln. Letzteres wurde vor allem bei bilateralen Gesprächen zwischen den Tagungsteilnehmern diskutiert. Abgerundet wurde die Tagung durch verschiedene Exkursionen. Dabei konnte nicht nur die Orgel der Heinrich-Hertz-Schule besichtigt und "erhört" werden, sondern auch die Orgeln in der Ansgarkirche und der Erlöserkirche. In letzterer Kirche informierte der Orgelsachverständige Günter Seggermann darüber, dass die Heizungsanlage konstant betrieben wird, um eine Raumtemperatur von ca. 17 °C zu halten, was sowohl der Orgel gut täte, als auch zu geringsten Heizenergiekosten führt ...

 

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Für Sie gelesen


Ein Artikel im Klima-Report (Ausgabe vom Januar 2003) von GEA-Happel beschäftigte sich in der Vergangenheit mit dem Thema der "La-Ola-Wellen". Diese sich vorwiegend in Fußballstadien ausbreitenden Wellen sind nun auch wissenschaftlich erklärbar. Anhand von Computersimulationen konnten Forscher der TU Dresden und der Budapester Universität nachweisen, dass Menschen unter bestimmten Voraussetzungen wie chemische Teilchen reagieren. Zum Auslösen einer wellenartigen Bewegung sind mindestens 24 bis 36 Menschen nötig. Im Gegensatz zu den chemischen Bewegungen reagieren Menschen zufallsartiger und lassen sich mehr oder weniger anstecken. Außerdem breitet sich die La-Ola-Welle immer nur in eine Richtung aus. Praktischer Nutzen aus den Untersuchungen kann innerhalb der Verkehrswissenschaften bei der Entstehung von Staus gezogen werden.

Das Prinzip der Thermoskanne soll nun auch bei Dämmstoffen Anwendung finden. Zu den Dämmstoffen der Zukunft könnte das Vakuumisolationspaneel gehören. Es wird bisher vor allem in Kühlgeräten eingesetzt. Der Dämmstoff ist doppelwandig und besitzt einen Hohlraum. Das Abpumpen der darin befindlichen Luft führt zu einer drastischen Reduzierung von Wärmeleitung und Konvektion. Nach Information des Fraunhofer-Institutes für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising dämmen die Paneele mit einer Stärke von 2 cm so gut wie 20 cm Mineralfasern. Größtes Problem ist derzeit noch die Lebensdauer. Ist bei Kühlgeräten eine Haltbarkeit von 15 Jahren akzeptabel, reicht dies beim Hausbau bei weitem nicht aus. (Quelle: VDI-Nachrichten, Ausgabe vom 11.04.2003)

 

Tipps


Seit 01.01.2003 ist eine neue Bauordnung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Kraft. Das Kirchengesetz wurde im Kirchlichen Amtsblatt Ausgabe Nr. 2 vom 31.01.2003 veröffentlicht.

Architekten wird interessieren, dass auf der 7. Internationalen Passivhaustagung in Hamburg Fenster vorgestellt wurden, die einen Wärmedurchgangskoeffizienten von nur 0,45 W/m2K besitzen. Laut Anbieter sei die Dämmwirkung so groß, dass "das Fenster bei genügendem Sonnenlichteinfall gar als Heizung fungieren könne". Derzeit übliche Standardfenster besitzen einen k-Wert von 1,4 W/m2K, gute Fenster, die vor allem im Niedrigenergiehausbereich eingesetzt werden, erreichen Werte von ca. 1,0 W/m2K. Weitere Infos sind unter www.freisinger.at zu finden.

Wie der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft informierte, können Verbraucher bestimmte (!) Gasgeräte bald selbst anschließen. Die Erdgas-Steckdose ließe sich so nutzen, wie eine Strom-Steckdose. Als Geräte kommen Gasherde, Wäschetrockner und Erdgas-Kaminöfen in Frage.

Seit inzwischen 1. Februar diesen Jahres hat sich die Bundesförderung für Solaranlagen erhöht. Wurden bisher 92 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche als Zuschuss gezahlt, sind es nun 125 Euro pro Quadratmeter. Zuschussanträge sind zu richten an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn. Weitere Informationen und Antragsformulare gibt es unter www.bafa.de oder per E-Mail solar@bafa.de.

 

Wussten Sie schon, dass ...


 

Letzte Hinweise


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Informationsschluss: 30.05.2003