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Informationen KURZ & BÜNDIG - Nr. 9 / Jan. 2003

In eigener Sache


Wie allgemein bekannt sein dürfte, hat sich unser Ingenieurbüro auf die Sanierung und Modernisierung haustechnischer Anlagen in Sakralbauten spezialisiert. Insbesondere hat es uns die Problematik der Beheizung von Kirchen angetan, die uns veranlasste, außer der Planung derartiger Anlagen auch einige Studien zu diesem Thema vorzunehmen. Da eine wirtschaftliche und angenehme Beheizung im Sitzbereich der Kirchenbesucher wünschenswert ist, es hierfür aber nur sehr wenige optimale Lösungen gibt, haben wir mit Unterstützung des Ev.-Luth. Landeskirchenamtes und der zuständigen Bundesministerien einen Forschungsauftrag zu diesem Thema erhalten. Über den Ablauf und die Ergebnisse werden wir gelegentlich berichten. Passend zu diesem Thema fanden wir kürzlich einen Zeitungsartikel, auf den wir im folgenden Abschnitt kurz eingehen.

 

Thema: Sitzkissenheizung für Kirchen


In der Freien Presse vom 07./08.12.2002 fanden wir unter der Überschrift "Statt kalter Kirche wohlige Wärme" einen Artikel, in welchem es um die lokale Beheizung der Sitzbänke geht. In dem Artikel wird eine Kirche in Ostthüringen erwähnt, die eine derartige Anlage erhalten hat. In der betreffenden Kirche wurden auf der Sitzfläche und an der Rückenlehne elektrisch betriebene Sitzkissen angebracht. Damit wird ähnlich dem von unseren Vorfahren bekannten "Wärmflaschen-Prinzip" der Besucher direkt erwärmt. In dem Artikel heißt es u. a.: "... dass sich nur wenige ostdeutsche Kirchgemeinden Heizungen leisten können, die nicht selten an die 500.000 Euro kosten. So beträgt der errechnete Bedarf an Heizleistung für die 500 Gottesdienstbesucher fassende Kirche ... 75 kW. Doch die tatsächlich installierte Leistung von 10 kW reiche völlig aus. Die ... Heizung hat die Gemeinde 12.500 Euro gekostet. Die Stromrechnung für zwei Stunden Gottesdienst beläuft sich sage und schreibe auf nur 2,20 Euro." Ohne auf Details zu dieser Heizung eingehen zu wollen, können wir die Aussage über die Investitionskosten nicht bestätigen. Die Mehrzahl der uns bekannten, modernen Kirchen-Heizungsanlagen kosteten sehr viel weniger. Fragwürdig ist die Aussage, dass 10 kW völlig ausreichen, obwohl der errechnete Wärmebedarf das siebeneinhalbfache beträgt. Sollen hier physikalische Zusammenhänge in Frage gestellt werden oder werden Äpfel mit Birnen verglichen? Wie sind mit dieser Anlage bauphysikalische Probleme in Griff zu bekommen? Sicher hat jedes Heizsystem seine Berechtigung, auch die elektrisch betriebene Sitzkissenheizung. Jedoch ist an dieser Stelle vor zu großer Verallgemeinerung zu warnen. Im übrigen sind die spezifischen Kosten von 1,25 Euro/W installierte Leistung wahrlich nicht preisgünstig! Wenn Sie Kirchen mit solchen Anlagen kennen, würden wir uns freuen, wenn Sie uns die damit gemachten Erfahrungen mitteilen würden.

 

Weiterbildung


Seminare der VBG:

Veranstaltungen

Messen:

Tagungen:

Unter dem Titel "Fundraising für Kunst und Kultur" veranstaltet die Evangelische Akademie Bad Boll eine Arbeitstagung. Sie findet vom 19.-21.03.2003 in Bad Boll statt. Vor allem geht es um Spenden, Sponsoring und Stiftungen als Chance. Infos: www.ev-akademie-boll.de

 

Für Sie gelesen


In unserer letzten Ausgabe zitierten wir einen Artikel aus der Zeitschrift "Die Auslese" zum Thema: "Reine Luft für Gotteshäuser - Kerzen aus Stearin statt aus Paraffin - 98 % weniger Ruß?" Kurz nach unserer Veröffentlichung erhielten wir von einer Firma die Information, dass die in dem Artikel enthaltenen Informationen falsch seien. Die der Information beigefügten Unterlagen lassen den Schluss zu, dass zwischen der Firma und dem Verfasser des Artikels, der Bayrischen Wachszieher-Innung, ein Rechtsstreit anhängig ist. Da wir nicht "zwischen die Fronten" geraten wollen, haben wir vorsorglich den Artikel aus unserer Homepage entfernt und uns weitere Informationen eingeholt. Tatsächlich wurden bei einer Untersuchung von 20 Kerzen im Prüflabor unterschiedliche Rußentwicklungen festgestellt. Inwiefern dieser Test aber verallgemeinert werden kann, ist dahingestellt. Wir werden das Geschehen weiter verfolgen und zu gegebener Zeit wieder darüber berichten.

 

Tipps


Die Stiftung Warentest untersuchte vor einiger Zeit 16 Ölheizkessel mit und ohne Brennwertnutzung. Dabei wurde das "hohe Niveau" der Kesselbranche gelobt. Immerhin erhielten 14 Produkte eine gute Bewertung. Bezüglich der Energieausnutzung erreichten nur die 5 Brennwertkessel ein Sehr gut. Eine Gesamtübersicht ist in der Ausgabe 9/2002 der Stiftung Warentest nachzulesen.

 

Wussten Sie schon, dass ...


 

Letzte Hinweise


Vorstehende Informationen sollen niemanden und nichts empfehlen, bevorzugen oder anderweitig bevorteilen bzw. benachteiligen. Fragen zu dem Inhalt beantworten wir gerne. Bitte geben Sie in diesem Falle die betreffende Nummer der Ausgabe an.

Wenn wir unsere Informationen auch an andere Personen senden sollen, lassen Sie es uns wissen! Aber auch, wenn Sie keine Informationen mehr wünschen, werden wir diesen Service bei Ihnen einstellen. Wir wissen schließlich auch, dass im elektronischen Postkasten nicht wenige E-Mails ankommen, die nicht gelesen werden und nur Zeit kosten.

Informationsschluss: 28.01.2003